Gemeinnützige Organisationen sind faszinierende Gebilde: einerseits sind sie oft strukturkonservativ, gleichzeitig aber auch ständig in Entwicklung. Ob strategisch geplant oder wildwüchsig, begleitet oder selbstorganisiert, widerwillig geschoben oder ungeduldig ziehend – irgendwas bewegt sich immer. Meist wirken diese Prozesse einzigartig, komplex und kaum eingrenzbar. Dennoch gibt es im gemeinnützigen Bereich viele Problem- und Erfolgsgeschichten, die sich musterhaft wiederholen.
Der OE Tag bietet einen Austausch- und Diskussionsrahmen für solche geteilten Erfahrungen und sucht gemeinsame Antworten auf damit verbundene Fragen.
Call for Papers: 5. Berliner oe-tag, 25.5.2012
„Kultur - Was hält eine Organisation zusammen?“
++++ BEITRÄGE GESUCHT ++++
Das vermeintlich weiche Thema „Kultur“ entpuppt sich in der Organisationsentwicklung oft als harte Nuss. Der fünfte oe-tag bringt in diesem Jahr wieder ca. 100 interne und externe Entwickler/innen in Austausch über die Frage, wie der Wandel von Identitätsmustern in gemeinnützigen Organisationen begleitet werden kann.
Wir suchen hierfür nach Beiträgen in zwei Formaten: Workshop: 6-7 parallele zweistündige Workshops sollen anhand je eines spezifischen Themas
Rahmen für Fallarbeit und Methodenerkundung geben.
Thementisch: 10-12 Thementische sollen nach dem World-Café-Prinzip in 3 mal 30 Minuten Gelegenheit zur Praxisreflexion und zum thematischen Austausch in wechselnden Kleingruppen geben.
Das Programm wird wie immer ein breites inhaltliches Spektrum abdecken – die folgenden Aspekte sind für uns dabei ein erster gedanklicher Rahmen zum Thema:
Kultur als Hardware: Ist der Lebensstil einer Organisation überhaupt veränderbar? Lässt sich eine Organisationskultur anlegen wie ein Garten, oder gleicht sie eher einer Welle, die man bestenfalls reiten kann? Welcher Methodenkoffer steht für die Kulturanalyse zu Verfügung, (wie) funktioniert „Cultural Engineering“? Perspektiven im Disput von Kultur- Gärtner/innen und Kultur-Surfer/innen.
Kultur als Spielfeld: Welche interkulturellen Kompetenzen braucht die OE in der Vermittlung zwischen konkurrierenden Identitätsmustern? Wie können Kommunikationsstile verschiedener Abteilungen andockfähig gemacht werden? Wie wird Identität in Fusionsprozessen verhandelt? Erfahrungen aus der Begleitung kultureller Austauschprozesse.Kultur als Schablone: Wohin mit dem Mythos der „gemeinnützigen Organisationskultur“ im Wandel von Markt, Staat und Gemeinschaft? Welche Rolle spielen Ost- und West-Kulturen in der OE? Wo engen Traditionen ein, wo sind sie Sinn stiftend? OE-Szenarien im Kontext gesellschaftlicher Entwicklung.
Angebote und Anregungen sammeln wir bis zum 15.2., das Vorbereitungsteam für den oe-tag wird dann daraus ein abgestimmtes Programm zusammenstellen. Als Honorar für die Referententätigkeit im Workshop sind 100 Euro bei freier Teilnahme vorgesehen. Bei Vorbereitung eines Thementisches wird auf die Teilnahmegebühr verzichtet. Es ist ein Reader geplant und die Dokumentation der Materialien sowie ReferentInnenvorstellung werden auf der www.oe-tag.de Seite präsentiert.
Wir sind gespannt auf Eure / Ihre Beiträge und hoffen spätestens auf ein Wiedersehen am 25. Mai!
Andreas Knoth und Dr. Rudi Piwko Geschäftsführer und Gesellschafter SOCIUS Organisationsberatung gGmbH Friedbergstr. 33, 14057 Berlin T:03040301020
www.socius.de und www.oe-tag.de
